Seilteppich

Endlich fertig. Über zwei Jahre lag diese Häkelarbeit mit einem alten Bergsteigerseil bei uns herum und brauchte ziemlich viel Platz. Diesen Januar hab ich’s nun gepackt und den Teppich fertig gehäkelt.

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Die Arbeit war sperrig und mit wachsendem Durchmesser auch nicht ganz einfach zu handhaben. Darum bin ich sehr glücklich, dass es geschafft ist. Jetzt hab ich noch ein zweites gleiches Seil – ich hab mich aber noch nicht entschieden einen zweiten Teppich zu häkeln…

Vor dem Teppich habe ich mit der gleichen Technik einen Korb gehäkelt, da war das arbeiten etwas einfacher, bloss schwieriger die Form zu halten.

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Stempel Detail

Ich wurde nach Fotos vom Stempel gefragt. Hier sind nun die Details von meiner AdventMailArt Stempelei:

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Den Karton habe ich mit doppelseitigem Klebeband angeklebt – das hält also nur bedingt…  Und der Karton löst sich auch schon langsam auf. Die 17 ist aus Moosgummi.

Und weil ich auf anderen Blogs gesehen hab, dass nicht alle 24 mal die gleiche Karte verschickt haben, hier nun noch die Übersicht von den Karten, die ich erhalten habe:

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Eine fehlt noch, die wird dann nachgesandt, sobald die Krankheitswellen durch sind. Dafür habe ich eine zusätzliche Karte erhalten – Eva Maria war in meiner Gruppe bei der FrühlingsMail Art – ich hab mich riesig gefreut über diese Extra-Post!

Rapportstempel

Endlich komme ich dazu euch meinen Beitrag zur diesjährigen Advent Mail Art von Michaela Müller und Tabea Heinicker zu zeigen.

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Den Stempelgummi kaufte ich bereits vor einem Jahr, als ich für die letzte Mail Art Aktion auf Shoppingtour war. Ein Besuch bei Bösner ist jeweils sehr gefährlich – ich kaufe immer mehr als geplant. Das Stempelschnitzen wollte ich schon lange mal ausprobieren, schaffte es aber bisher nicht.

Diesmal war für mich Zeitmangel das grosse Thema – doch Not mach erfinderisch heisst es doch so schön. Ich setzte mir als Aufgabe einen Stempel zu schnitzen, mit dem ich sowohl im Rapport, als auch Schneesterne stempeln konnte und beide Male ein weiterführendes Muster entsteht. Das bereitete einige Tage kopfzerbrechen und kritzeleien. Endlich war das finale Motiv auf dem Gummi aufgezeichnet. Ein richtiges Werkzeug zum Schnitzen habe ich nicht, so nahm ich kurzerhand den Dremel mit einer Gravurspitze und bearbeitete den Gummi – das ging ganz flott. Auch hatte ich keine Zeit mir dickeres Papier oder dünnen Karton zu kaufen. So nahm ich den grauen Fotokarton, den ich noch hatte und zwar doppelt. Zusammenkleben mag ich nicht, das braucht viel Klebstoff und noch mehr Zeit. Zudem muss man sich entscheiden ob man das Papier zuerst schneidet und dann total genau kleben will, oder man lieber mehr Kraft zum Schneiden aufwenden möchte und dazu noch ein klebriges Messer kriegt.
Also ganz zum Schluss unter die Nähmaschine damit.

Den Karton bemalte ich einseitig mit blauer Acrylfarbe und stempelte dann mit silbriger Stempelfarbe – auch hier musste ich auf Experimente mit anderer Farbe verzichten und griff auf diese gekaufte Variante zurück.

Den Stempelgummi klebte ich mit doppelseitigem Klebband auf einen Karton. Daran hatte ich zuvor eine Schlaufe aus Garn angenäht, damit ich zum Stempeln einen Finger durchschlaufen konnte, damit ich den Stempel schneller vom Papier heben kann und die Finger weniger dreckig werden. Das noch leere Blatt Papier wirkte riesig…

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Ich hatte unterschätzt, dass das Rapportstempeln mit nur einer Anschlussseite ganz schön schwierig werden wird – die einzelnen Reihen wurden dann auch nicht so gerade wie gehofft. Trotzdem sah das fertige Blatt aus wie ein Bogen Geschenkpapier. Spannend war es dann die einzelnen Karten nach dem Schneiden zu begutachten. Doch alle waren ganz passabel. Und wie schreibt Michaela so schön: wenn du dich am Ende kaum trennen kannst von deinen Werken, dann hast du alles richtig gemacht.

An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön für all die tollen Karten, die ich erhalten habe – das wird ein schönes Erinnerungs- und Inspirationsbuch. Mit diesen Mail Art Aktionen wird Bloggen so richtig zum anfassen.

Fischdecke

Ich hab’s geschafft, die Fischdecke ist fertig.

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Nochmals herzlichen Dank für all die tollen Fischdruckstoffe vom Frühlings MailArt-Projekt!

Die nächsten Wochen und Monate wird es etwas ruhiger hier im Blog. Ich erwarte unser zweites Kind in den nächsten Tagen. Umso erleichterter bin ich, dass ich dieses tolle Nähprojekt rechtzeitig abschliessen konnte.

Eine Decke entsteht

Letzte Woche habe ich nochmals Fische gedruckt, damit ich genügend Stoff für eine Überwurfdecke habe. Allerdings war das Sieb schon nicht mehr ganz so frisch wie beim ersten Gebrauch – es war schon ziemlich wellig und an einigen Stellen floss die Farbe davon.

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Dann ging es ans Zerschneiden der Stoffe und ans Puzzeln. Keine leichte Aufgabe, schon gar nicht bei Dreiecken. Ich wollte, dass kein Stoff vom MailArt-Projekt im Ganzen unterging und ergänzte mit uni-farbenen Dreiecken. Einzig den Stoff von Eva Maria habe ich nicht verschnitten – das brachte ich nicht übers Herz.

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Der nächste Schnritt ist das Nähen. Hoffentlich krieg ich das so hin, wie ich mir das ausmale.

Fischschwarm making-of

Unterdessen sind meine Fisch-Stoffe hoffentlich an ihren Destinationen angekommen und ich möchte euch das Making-of zeigen.

Über die ersten Versuche habe ich bereits berichtet. Gestartet bin ich mit ersten Skizzen.

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Die gewellten Fische habe ich dann im Illustrator nachgezeichnet und mit dem Schneideplotter aus Vinyl-Folie geschnitten. Diese konnte ich dann auf den gebastelten Siebdruckrahmen aufkleben. Die Anleitung habe ich auf Youtube gefunden.

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Die grosse Herausforderung war es nun, den Rahmen so auf dem Stoff zu platzieren, dass sich die Fische nahtlos aneinander reihen, ohne dass ich das Sieb auf noch nasse Farbe legen musste. Ich druckte mir also den Fischschwarm aus und bastelte mir eine Lehre zum Platzieren des Rahmens.

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Zum Glück trocknete die Farbe relativ schnell und ich konnte die Zwischenräume bedrucken. Leider unterschätzte ich den Farbverbrauch und das anfängliche Hellblau wurde immer mehr zu Weiss.

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Jetzt fehlten nur noch die Fische, die gegen den Strom schwimmen. Diese sollten auch farblich aus dem Rahmen fallen und ich wählte ein Bordeaux (ganz entgegen der Farbvorgabe). Damit ich den Rahmen richtig platzieren konnte, schnitt ich auch Teile der bereits gedruckten Fische aus der Folie, klebte diese aber mit transparentem Klebstreifen ab und hoffte auf genügend Durchblick.

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Ich hab riesige Freude am Resultat – das Siebdrucken hat wunderbar geklappt. Da ich das Muster jeweils zueinander versetzte (damit sich die farbigen Fische etwas verteilten), gab es unten und oben zusätliche Fische. Diese wollte ich nicht abschneiden und so erhielten 3 Teilnehmerinnen leicht grössere Stoffstücke.

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Das Fischmuster habe ich dann versucht mit Acryl-Farbe auf die Couverts zu drucken, doch das misslang total. Die Farbe war wohl zu flüssig und verschmierte auf dem Papier. Darum gibt es davon nun keine Fotos… Ich hoffe, es lag an der Farbe und nicht am Sieb, denn damit möchte ich noch mehr Fische auf den noch vorrätigen blauen Stoff drucken. Auch wenn es unterdessen schon ziemlich wellig geworden ist (vermutlich würde es sich lohnen professionelle Siebe zu kaufen, bloss weiss ich nicht, ob sich die Vinyl-Folie von diesen dann wieder restlos lösen lässt…)

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Nun bin ich ganz begeistert vom Siebdrucken zuhause. Ganz herzlichen Dank an Michaela für die Organisation und den Ankick dieses Experiment zu wagen!